STEFAN ROCHOW

Journalist & Autor

Internationale Studie: Ehe und Geburtenrate entscheidend für Wirtschaftswachstum

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Der Rückgang der Kinderzahl und der verheirateten Paare haben einen signifikanten Einfluss auf das wirtschaftliche Wachstum und Nachhaltigkeit der politischen und sozialen Sicherheit. Zu diesem Ergebnis kommt der kürzlich vom Social Trends Institut herausgegebene Bericht „The Sustainable Demographic Dividend: What do marrige & fertility have to do with the Economy? (Die Nachhaltigkeit der demokratischen Dividende: Was haben Ehe und Fruchtbarkeit mit der Wirtschaft zu tun?).

Das „Social Trends Institut“ ist eine gemeinnützige Forschungsorganisation mit Sitz in New York und Barcelona. Der Wohlstand der Volkswirtschaften werde sich nach Auffassung der Forscher entsprechend der Situation der Familien erhöhen oder verringern.

Zwei große Trends gibt es im Moment, die besorgniserregend seien. Das erste Problem sei, dass die Zahl der älterer Menschen steigt, während gleichzeitig der Anteil der produktiven Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in vielen Ländern stagniert oder sogar zurückgeht. Diese Erkenntnisse mögen nicht neu sein und werden seit Jahren von Experten beklagt.

Der zweite Trend, der Einfluss auf die wirtschaftliche Sicherheit habe, sei die Zahl der Kinder, die in Familien aufwachsen, in denen die Eltern verheiratet seien. Diese reduziere sich ebenfalls zusehends. Das diese Entwicklung Einfluss auf die wirtschaftliche Stabilität haben könne, dass ist sicherlich ein Forschungsaspekt, der bisher vernachlässigt wurde.

Der Begriff „Demografische Dividende“ fand durch einige Ökonomen Eingang in die Wissenschaft. Die Ökonomen beschrieben mit diesem Begriff die Beschleunigung des Wirtschaftswachstums in asiatischen Ländern, in denen kaum demografisches Wachstum vorhanden war. Nach Ansicht dieser Wirtschaftwissenschaftler, hätte die „demografische Bremse“ Ressourcen freigesetzt, die dann zur Stimulation des Wirtschaftswachstums genutzt worden seien.

In mehr als 75 Ländern sei die Geburtenrate im Moment weit unter dem Niveau, das für die Aufrechterhaltung eines stabilen Bevölkerungsniveaus notwendig ist. Hier stünden die Volkswirtschaften unter einem enormen Druck, da sich sowohl die Arbeitnehmerzahlen aber auch die Arbeitsqualität verringern würde.

Diese Verminderung der Arbeitsqualität, so die Forscher, stünde im Zusammenhang mit den rückläufigen Zahlen der Kinder, die in intakten Familien aufwachsen. Das sei besonders in vielen europäischen Ländern und in Amerika der Fall. In diesen Ländern würden über 40 Prozent der Kinder von unverheirateten Eltern geboren.

Mit einer 75 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit  erlebten die Kinder von unverheiratet zusammenlebenden Paaren vor ihrem 15. Lebensjahr eine Trennung im Vergleich zu denen von verheirateten Eltern.

Laut Bericht „sind die Länder, die sich einer Kultur der Ehe erfreuen, relativ stärker – wie China, Indien und Malaysia – und können wahrscheinlich von der Dividende auf lange Sicht profitieren.“ Leider seien nicht viele Länder in dieser glücklichen Lage.

Die gesamte Studie hier

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Written by Redaktion

28. Oktober 2011 um 9:10 am

Veröffentlicht in Ökonomie

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