STEFAN ROCHOW

Journalist & Autor

SWR-Nachtcafé am Freitag, 22 Uhr mit Sabine Beschmann und …

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Aus der Pressemitteilung des SWR Nachtcafé zur Sendung vom 16. September unter dem Motto „Wenn der Papst kommt“:

>>Die Gäste:

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann gehört zu den bekanntesten Vertretern der katholischen Kirche. Im vergangenen Jahr ernannte ihn die Deutsche Bischofskonferenz offiziell zum Missbrauchsbeauftragten. Vom Papstbesuch in Deutschland verspricht sich der als liberal geltende Theologe einen Neustart für das Verhältnis zwischen Gläubigen und Kirche: „Nach dem Vertrauensverlust durch den Missbrauchsskandal setze ich große Hoffnungen in diesen Besuch.“

Peter Seewald hat eine ganz besondere Beziehung zum Papst. Nach einer Begegnung mit dem damaligen Kardinal Ratzinger fand der aus der Kirche ausgetretene Journalist zum katholischen Glauben zurück. Jahre später führte er mit Benedikt XVI. das erste Interview in der Geschichte des Papsttums: Das Buch, das aus dem sechsstündigen Gespräch entstand, wurde zum Bestseller. „Ich bin ein großer Fan des Papstes und es freut mich für Deutschland, dass wir der Welt so eine großartige Persönlichkeit schenken können.“

Über diese Persönlichkeit und deren Inhalte möchte auch der britische Autor Alan Posener gerne sprechen: Er prangert seit Jahren die konservative Haltung des Papstes und der katholischen Kirche an. Als rückschrittlich und gefährlich bezeichnet er die Geisteshaltung des Kirchenoberhaupts – zum Beispiel im Bezug auf dessen Sexualmoral, die er als menschenverachtend beschreibt. „Bei diesem Mann“, sagt Alan Posener, „erkenne ich keinen Funken Lebensfreude. Das macht ihn mir unheimlich.“

Eine Meinung, die der katholische Theologe David Berger mit ihm teilt. Nachdem er sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt hatte, verlor er seinen Dozenten-Posten an der Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin. Seiner Kirche wirft David Berger Scheinheiligkeit und Doppelmoral vor: „Die Kirche benutzt die Sexualität häufig als Mittel zur Erpressung. Nur mit Hilfe des Zölibats konnte sie ihre Macht über so lange Zeit erhalten!“

Auch Christiane Gierse leidet unter den Moralvorstellungen der katholischen Kirche. Jahrzehntelang engagierte sie sich in ihrer Kirchengemeinde und half als Erzieherin in deren Kindergarten aus. Als es dann um eine Festanstellung ging, wurde sie abgelehnt – weil sie seit 24 Jahren mit einem geschiedenen Mann verheiratet ist. Ihre Wut auf die katholische Kirche ist riesig: „Missbrauch verjährt, aber Scheidung nicht! Wenn ich könnte, würde ich den Papst fragen, wie er im Namen Gottes die Menschen so behandeln kann.“

Sabine Benedikta Beschmann dagegen schwärmt geradezu für Benedikt XVI. Nach einem ausschweifenden Party-Leben hat sie den katholischen Glauben für sich entdeckt und gründete die Bewegung „Deutschland pro Papa“. Voll und ganz steht sie hinter den Thesen des Papstes und freut sich ganz besonders auf dessen Deutschlandbesuch: „Mit seiner Präsenz und Persönlichkeit zeigt er, dass wir uns am Wort der Bibel orientieren müssen und nicht an irgendwelchen Forderungen nach Reformen.“

Das sieht der katholische Priester Rainer Maria Schießler ganz anders. Mit großem Engagement und Volksnähe kämpft er gegen die verkrusteten Moralvorstellungen und Hierarchien seiner Kirche an. Auch der Wirbel um den Papstbesuch stößt ihm sauer auf: „Ich frage mich, wann ich endlich lese, dass der Papst auf diese Reise verzichtet, um für die 23 Millionen Flüchtlinge in Somalia zu spenden.“

An der Bar:

Für Luis Reichard geht ein Traum in Erfüllung: Der 22-jährige Trompeter hat anlässlich des Papstbesuchs das Motto-Lied „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ komponiert. Jetzt hofft der glühende Papstfan, Benedikt XVI. bei dieser Gelegenheit vielleicht sogar persönlich zu treffen. „In jedem Fall aber werde ich für ihn trompeten und Tausende singen mein Lied!“ Ganz nah an den Papst kommt auch Nathalie Mutter heran. Die 18-jährige Abiturientin wurde als Ministrantin für den Hauptgottesdienst ausgewählt: „Hoffentlich stolpere ich nicht vor Aufregung!“ <<

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Written by Redaktion

14. September 2011 um 2:13 pm

Veröffentlicht in Religion, Uncategorized

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