STEFAN ROCHOW

Journalist & Autor

Mit diesem Wissen läßt sich gut leben

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Was ist Glauben? Diese Frage ist sehr komplex. Selbst religiöse Menschen haben Probleme, auf diese Frage eine gute Antwort zu finden. Auch wenn ich kein Theologe bin, möchte ich mich an die Beantwortung dieser Frage machen. Ich werde diese Frage nicht erschöpfend beantworten können, da ich hier nur eine für mich individuelle Antwort geben kann. Die Gottesfrage ist die Grundfrage des menschlichen Lebens, die alles durchdringt. Oftmals wird sie auch als die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt. Manche Menschen haben die Frage für sich beantwortet, andere wiederum suchen ein ganzes Leben nach dem Sinn. Manche Menschen verzweifeln an dieser Frage. Grundsätzlich bin ich aber davon überzeugt, dass wenn er es will oder er es zulässt, jeder Mensch Gott erfahren und sein Wirken erspüren kann. Es gibt im Leben jedes Einzelnen Situationen, in denen Gott sich uns offenbart. Wenn wir diese Offenbarung erkennen und Gott in unser Herz lassen, dann haben wir die Möglichkeit dem Leben einen Sinn zu geben. Gott hat sich im Laufe der Menschheit immer wieder offenbart: in der Natur, in den Gedanken der Menschen, durch die Bibel, durch das Wirken der Heiligen und letztlich in seinem Sohn Jesus Christus. Gott tritt also immer wieder an uns heran und will uns dazu anregen den Weg mit ihm zusammen zu gehen. Je mehr Lebenserfahrung man macht, umso näher kommt man dem, was wir Christen Gott nennen.

Zu wissen, dass es etwas gibt, dass über die Zeit hinauswirkt, etwas das uns Halt gibt, zu dem wir in guten aber vor allem auch in schlechten Tagen Vertrauen haben können – das macht für mich Glauben aus. Diese Welt ist keine Zufallsprodukt, der Mensch in seiner Identität ist keine Kette verschiedener zufällig zusammenkommender Umstände, alles ist Bestandteil eines großen Plans: Dieses Wissen um das auf einem festen Urgrund gewachsene, einer unvergänglichen Macht, ist Glaube! Das Sein des Menschen, seine Sehnsucht, seine Liebesfähigkeit, das Gewissen und das Schöne haben einen geistigen Ursprung. Mit solch einem Wissen lässt sich gut leben.

Die jüdische Konvertitin und Ordensfrau der Karmelitinnen, Edith Stein, drückt diese Erkenntnis so aus: „Der Weg geht vom Glauben zum Schauen, nicht umgekehrt. Wer zu stolz ist durch dieses enge Pförtchen zu gehen, der kommt nicht hinein. Wer aber hindurchgeht, der gelingt schon in diesem Leben zu innerer Klarkeit.“. Diese Klarheit wünsche ich möglichst vielen Menschen.

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Written by Redaktion

31. Mai 2011 um 10:01 am

Veröffentlicht in Religion, Uncategorized

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